Solidarität mit der Friedel54!

Das soziale Zentrum in der Friedelstraße 54 in Berlin-Neukölln ist räumungsbedroht. Die Mieter_innen des Hauses wehren sich seit über 1,5 Jahren gegen ungewollte Modernisierungen, daraus resultierenden Mieterhöhungen von bis zu 200%, Kündigungen und das schikanöse und respektlose Verhalten der Wiener Eigentümerfirma „Citec Immo Invest GmbH“. Ähnliches erleben zur Zeit viele in Berlin und anderen Städten. Die „Citec“ ist kein Einzelfall, sondern entspricht dem Alltag auf dem kapitalistischen Wohnungsmarkt.

Update 2: Citec verkauft das Haus an luxemburgische Firma!

Während „Citec“ die Hausbewohner_innen in Scheinverhandlungen verwickelt und damit zu erwartendende Proteste abgeschwächt hat, wurde das Haus nun an die luxemburgische Firma „Pinehill.s.a.r.l.“ verkauft. Mehr dazu hier.

Update:
Aktuell laufen Verhandlungen mit den Eigentümer_innen. Da der Ausgang dieser Verhandlungen jedoch noch völlig offen ist, besteht momentan leider noch kein Grund zur Entwarnung. Auch deshalb rufen wir weiterhin zur Teilnahme an der „United Neighbours“-Demo am 30.04. um 16.30 Uhr am U-Bhf. Osloer Straße (Vortreffpunkt 15.00 Uhr Hermannplatz), als auch zu unserer Kundgebung gegen die Kündigung um 18.30 Uhr am Reuterplatz auf. Einen Tag später (01.05.) treffen wir uns um 18.00 Uhr am Oranienplatz im antiautoritären Block „Selber machen“.

mehr: https://friedel54.noblogs.org/post/2016/04/26/update-zur-aktuellen-situation/

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Am Samstag, 19.3.2016 findet um 11 Uhr die Demo Friedel54 bleibt! statt.
Mit den Hausbewohner*innen und den Projekten in der Friedel54 erklären wir uns ausdrücklich solidarisch und rufen zur gemeinsamen Unterstützung auf ihrer Demo auf!

Hintergrund:
„Keine Verdrängung durch die ‚Citec Immo Invest GmbH‘!
Friedel54 bleibt! Das Haus in die Hände der Bewohner*innen und Nutzer*innen!

Das soziale Zentrum in der Friedelstraße 54 in Berlin-Neukölln besteht seit knapp 12 Jahren und beherbergt über 15 Initiativen und Gruppen, die den Raum gemeinsam gestalten und verwalten. Es gibt Diskussionsveranstaltungen, Vorträge, Essen und Trinken gegen Spende, eine Siebdruckerei, Infomaterialien und einen Umsonstladen.

Ende Oktober vergangenen Jahres wurde dem Kiezladen per Gerichtsvollzieher die Kündigung zum 30. April 2016 zugestellt. Damit bestieg die Wiener Eigentümerfirma „Citec Immo Invest GmbH“ die nächste Stufe der Eskalation im Konflikt mit den Bewohner*innen und Nutzer*innen des Hauses. Diese wehren sich seit über 1,5 Jahren gegen ungewollte Modernisierungen, daraus resultierenden Mieterhöhungen von bis zu 200% und das schikanöse und respektlose Verhalten der Eigentümer. Ähnliches erleben zur Zeit viele in Berlin und anderen Städten. Die ‚Citec‘ ist kein Einzelfall, sondern bestätigt die Regel des kalten kapitalistischen Alltags auf dem Wohnungsmarkt.

Immer mehr Menschen haben die Schnauze voll davon, in ihrem elementarsten Bereich – dem eigenen Wohn- und Lebensraum – angegriffen zu werden und hinnehmen zu müssen, dass Andere aufgrund abstrakter Besitzverhältnisse entscheiden können, wo und wie sie leben sollen. Sie haben die Schnauze voll davon, dass ihr Wohnraum eine Ware ist.

Häuser sollten von ihren Bewohner*innen und Nutzer*innen selbst verwaltet werden. Deswegen fordern wir die Übergabe des Hauses an die Bewohner*innen & Nutzer*innen, in einer Weise, die weder Mieterhöhungen noch den Verlust der eigenen vier Wände nach sich zieht. Wir sind in Wien, um die ‚Citec Immo Invest‘ zur Kommunikation zu zwingen, die sie uns bewusst verweigert, sowie um wütende Grüße aus anderen ‚Citec‘-Häusern in Berlin auszurichten.

In Berlin ist die Solidarität mit der Friedel54 groß. Nun bitten wir euch in Wien um tatkräftige Unterstützung. Kommt zur Demo und haltet den Druck auf unsere Eigentümer hoch! Die Forderung auf ein ‚Recht auf Stadt‘ ist universell und kein lokalpatriotisches Geschwafel. Auch deshalb werden wir uns im Anschluss unserer Versammlung an der Demonstration gegen die Asylgesetzesverschärfung „Flüchtlinge Willkommen! Nein zur Festung Europa!“ beteiligen. Denn wer für ein selbstbestimmtes Zusammenleben und für die Stadt von Unten streitet, darf weder von Lagern, noch von Abschottung schweigen.

Renditeobjekte zu Risikokapital!
Rebellische Nachbarschaftsstrukturen stärken!
Für solidarische Städte von Unten!

Blog: friedel54.noblogs.org
Facebook: Kiezladen Friedel54
Twitter: kiezladen_f54“

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