Offene Treffen:

jeden 1. Dienstag im Monat 19-21 Uhr: Rechtsberatung

jeden 3. Dienstag im Monat 19-21 Uhr: Austauschtreffen mit Kaffee und Kuchen

Ort: Cafe Prosa, Sparkassaplatz 3, 1150 Wien

Wer uns zwischen den Treffen erreichen will, kann sich bei uns via
Info-Telefon: 0660 42 43 190 oder per
Mail: zwangsraeumungenverhindern (at) riseup (punkt) net
melden

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Offener Brief für den Erhalt des Amerlinghaus

Die Gruppe Zwangsräumungen verhindern setzt sich für den Erhalt des Kulturzentrums Amerlinghaus ein. Wir haben einen offenen Protestbrief an die Verantwortlichen der Stadtregierung gesendet, die für die prekäre finanzielle Situation des Kulturzentrums verantwortlich sind.

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Zwangsräumungen verhindern!

Herr Bürgermeister Häupl!
Frau Vizebürgermeisterin Vassilakou!
Frau Stadträtin Frauenberger!

Wir die Gruppe Zwangsräumungen verhindern, setzen uns dafür ein, dass
Leute in ihren Wohnungen bleiben können. Wie Sie wissen werden in Wien
jährlich um die 2.500 Haushalte delogiert, davon rund 1.000 aus
Gemeindebauten. Ein wesentlicher Grund dafür ist, dass die Mieten zu
hoch sind.

Daher sind wir für radikale Mietensenkungen, auch für’s Amerlinghaus!

Das Amerlinghaus ist nicht nur für uns ein wichtiger Ort sondern ein
zentraler Treffpunkt für verschiedenste Gruppen die sich für eine
solidarische Gesellschaft mit unterschiedlichen Mitteln einsetzen: mit
Worten, Bildern, Theater, Musik, Diskussionsveranstaltungen etc. etc.

Wir nehmen an, dass Sie dies auch alles wissen und kritisieren stark,
dass Sie trotzdem diesen wichtigen Ort durch massive Personalkürzungen
zur Schließung zwingen wollen.

Wir fordern, dass die Subventionen erhöht und die Mietzahlung an die
Gesiba reduziert werden.

Außerdem sollte es in jedem Bezirk mindestens ein Kulturzentrum geben,
die so finanziell abgesichert sind, wie es die jeweiligen Benützer_innen
brauchen.

Nicht weniger Kulturzentren sondern mehr!

Und Sie wissen auch: Dass gegenwärtig nur noch 3 Teilzeit-Kräfte und 1
Vollzeit-Putzarbeiterin die Verantwortung für den gesamten Betrieb des
Zentrums mit seinen 70 Initiativen und einer Nutzer_innenfrequenz von
60.000 Menschen im Jahr tragen.
Die Grundkosten-Subvention ist seit vielen Jahren nicht angepasst,
sondern sogar gekürzt worden, während alle Kosten wie Miete,
Betriebskosten, Energie,… in diesem Zeitraum enorm gestiegen sind.

Nach Jahren des prekären Weiterarbeitens ohne Planungssicherheit wurde
auch für 2016 die Forderung nach einer ausreichenden
Grundkostenförderung für das Kulturzentrum nicht erfüllt. Die Kosten für
Löhne, Miete und Energie betragen mittlerweile um rund 10.000,- € mehr
als von der Gemeinde an Förderung gegeben wird.

Erschwerend kommt dazu, dass die Verhandlungen mit der GESIBA, an die
die Miete von der MA13 direkt überwiesen wird, um eine Mietreduktion,
eine gerechtere Aufteilung der Betriebskosten und dringend nötige
Renovierungen im März 2016 gescheitert sind. Gleichzeitig hält die
Gesiba aktuell einen Betrag von rund 200.000,- Euro zurück, der für
Reparaturen und Sanierungen vorgesehen wäre. Der Ausgang des laufenden
Verfahrens auf der Schlichtungsstelle ist ungewiss und zeitlich nicht
absehbar. Und auch seitens des kommerziellen Amerlingbeisl gibt es
keinerlei Entgegenkommen.

Das bedeutet für das Kulturzentrum nun, dass eine akute
Finanzierungslücke besteht, für die innerhalb kurzer Zeit eine Lösung
gefunden werden muss. Die Folgen von weiteren Personaleinsparungen wären
für das Zentrum verheerend und in ihren Konsequenzen gar nicht absehbar.
Durch eine weitere Stundenkürzung würden wir arbeits- und
handlungsunfähig gemacht, nicht zuletzt auch im Sinn der kritischen
Positionierung des Zentrums und seiner Parteilichkeit für prekarisierte
und marginalisierte Positionen. Ein Freiraum ist mehr als ein „bloßer“
Raum! Wir fordern die Anerkennung der wichtigen Sorge- und
Schnittstellenarbeit zwischen Kunst und Kultur, Sozialem und Bildung,
die hier generationenübergreifend, inter- und transkulturell sowie
zivilgesellschaftlich über „Szene“-Grenzen hinweg täglich geleistet wird.

Jahrelang wurde an allen Ecken und Enden gespart, um mit dem real immer
weniger werdenden Fördergeld auszukommen, während gleichzeitig der
Bedarf an Freiräumen steigt, die, entgegen der fortschreitenden sozialen
Verdrängung und Kommerzialisierung, einen sorgsamen und inkludierenden
Umgang miteinander in den Mittelpunkt stellen.

Daher ersuchen wir Sie in aller Dringlichkeit, die drohenden
Personalkürzungen im Kulturzentrum im Amerlinghaus abzuwenden und dafür
Sorge zu tragen, dass der Betrieb des Zentrums endlich nachhaltig mit
einer ausreichenden Grundkostenförderung gesichert wird.

Wir ersuchen Sie, uns über alle Schritte zu informieren, die Sie in
dieser Angelegenheit setzen.

Und nochmal sagen wir: mehr Kulturzentren statt weniger!!!

Zwangsräumungen verhindern! Wien, 23.6.2016

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Solidarität mit Łukasz! Solidarność z Łukaszem!

solidarnosczlukaszemDrei Monate Haft wegen Blockade einer Zwangsräumung

Łukasz Bukowski, ein Aktivist aus Poznan (Polen) sitzt seit 27. April für 3 Monate im Häfen. Er war an einer Blockade beteiligt, durch die die Zwangsräumung eines Paares aus einem Mietshaus verhindert werden sollte. Ihm wird Körperverletzung eines Polizisten vorgeworfen, was er bestreitet. Da Łukasz sich weigerte, die verhängte Geldstrafe und Ersatzstrafe zu leisten, wurde erschließlich zu einer Gefängnisstrafe verurteilt.

Łukasz möchte damit auf die brutalen Mechanismen von Verdrängung und Zwangsräumungen aufmerksam machen, die in ganz Polen (und nicht nur dort) an der Tagesordnung sind. Außerdem wird durch seinen Fall die unfaire Behandlung von Mieter_innen und die Repression gegen Mietrechtsaktivisten deutlich gemacht.

Denn die Zwangsräumung, die Łukasz und rund 70 Mitstreiter_innen verhindern wollten, betraf eine behinderte Frau und ihren Ehemann, die trotz ihrer schwierigen Situation auf die Straße gesetzt wurden. Eine Sozialwohnung wurde ihnen nicht zur Verfügung gestellt. Die Blockade wurde durch die Polizei aufgelöst, wobei es zu 3 Verhaftungen – darunter der von Łukasz – kam. Während die zwangsgeräumte Frau mit der Ambulanz abtransportiert werden musste, nahm der Gerichtsvollzieher die Wohnung in Beschlag. Die Repression der solidarischen Unterstützer_innen, die mit der Inhaftierung von Łukasz ihren Höhepunkt nahm, wird von der sozialen Bewegung als Rache des Staates für sozialen Widerstand gewertet. Wie so oft zeigt sich der Staat in diesem Fall als Vollzugsgehilfe für die Interessen der Eigentümer und des Kapitals, denen gegenüber die Bedürfnisse der Menschen nach Wohnraum ins Hintertreffen gelangen.

Solidarität aus Wien
Wir als Gruppe Zwangsräumungen verhindern Wien erachten das Engagement von Łukasz und seiner Mitstreiter_innen für eine soziale Wohnpolitik, die sich an den Bedürfnissen der Mieter_innen nach Wohnraum orientiert und das aktive Einschreiten zur Verhinderung von Zwangsräumungen als wichtig und unterstützenswert.
Um unserer Unterstützung für Łukasz Ausdruck zu verleihen, haben wir am 21.Juni der polnischen Botschaft in Wien einen Besuch abgestattet. Die Botschaftsangestellten weigerten sich, unseren Brief an den Botschafter, in dem wir die Freilassung von Łukasz fordern, entgegenzunehmen. Geschniegelte Büroangestellte drängten sich an uns vorbei, ohne auch nur irgendwie auf unser Anliegen zu reagieren. Ein anderer Botschaftsangestellter, der ein T-Shirt mit einem bluttriefenden Schwert umrahmt von der polnischen Nationlaflagge trug, machte uns inzwischen klar, dass es die einzige Möglichkeit wäre, einen Brief per Post an den Botschafter zu schicken. Als uns gedroht wurde, sie würden wegen einer unangemeldeten Kundgebung die Polizei rufen, haben wir uns aus dem Staub gemacht. Allerdings nicht ohne vorher einige Fotos zu schießen, die wir auch an Łukasz schicken werden. Wir hoffen Łukasz freut sich über diese Post aus Wien. Wenn ihr ihm auch (auf englisch oder polnisch) schreiben wollt – hier ist seine Adresse:

Łukasz Bukowski s. Zbigniewa
Areszt Śledczy w Poznaniu
ul. Młyńska 1
61-729 Poznań, Poland

Ein etwas detaillierterer Bericht auf Englisch ist hier zu finden: http://www.rozbrat.org/news-in-english/4431-three-months-in-jail-for-eviction-blockadesolidarnosczlukaszem

Zwangsräumungen verhindern! Stop przymusowym eksmisjom!

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Die verdammten Mieten sind zu hoch! The damn rent is too damn high!

Neue AK-Studie zeigt wieder einmal die extremen Entwicklungen am Wohnungsmarkt:
(New Study by Arbeiterkammer (AK) again shows the extreme tendencies of the viennese housing market):

AK Analyse: Starke Preissteigerungen bei Mieten in Österreich! 1
Mikrozensus-Sonderauswertungen der Statistik Austria: Bruttomieten sind in sechs Jahren überproportional zur Teuerung gestiegen – Befristungen wachsen dramatisch an
Wien (OTS) – Die Bruttomieten, vor allem bei privaten Mietwohnungen, sind in sechs Jahren im Vergleich zur Inflation explodiert. Der reine Hauptmietzins, nicht die Betriebskosten machen die Mieten teurer – die Betriebskosten sind lediglich im Ausmaß der Inflation gestiegen. Und: Die befristeten Mietverträge bei neu vermieteten privaten Mietwohnungen steigen dramatisch an. Das sind die Ergebnisse einer AK Analyse von Sonderauswertungen des Mikrozensus der Statistik Austria von 2008 bis 2014.

In Österreich leben rund 1,55 Millionen Haushalte in Mietwohnungen – das ist nahezu die Hälfte aller Haushalte. Die AK Analyse der Mikrozensussonderauswertungen der Statistik Austria zeigt:

1 Wohnkosten laufen Teuerung und Löhnen davon: Die Bruttomieten (Hauptmietzins plus Betriebskosten plus Umsatzsteuer) im gesamten Vertragsbestand sind zwischen 2008 und 2014 österreichweit um 22 Prozent angestiegen, während die Teuerung zwölf Prozent betrug. Die Löhne stiegen im Vergleichszeitraum um 13 Prozent.

2 Hauptmietzins treibt Mieten an: Die Erhöhung der Bruttomieten wird vom Hauptmietzins getrieben, nicht von den Betriebskosten. Die Betriebskosten sind zwischen 2008 und 2014 um 13 Prozent gestiegen und damit im Rahmen der allgemeinen Teuerung. Die Hauptmietzinse im Bestand, also die Vermietereinnahmen, legten hingegen um 25 Prozent zu. Hauptpreistreiber ist das private Segment: Dort war ein Anstieg von 33 Prozent zu verzeichnen – das Zweieinhalbfache relativ zur Lohn- und Inflationsentwicklung.

3 Immer öfter Wohnen „auf Zeit“: Befristete Mietverträge nehmen rasant zu und werden vor allem im privaten Altmietbau abgeschlossen. Gemeinden und Gemeinnützige vermieten in der Regel unbefristet. Im privaten Segment wurden zuletzt 67 von 100 neuen Mietverträgen lediglich befristet vergeben. Österreichweit bewohnen bereits mehr als 254.000 Haushalte ihre private Mietwohnung lediglich auf Zeit. Ihr Wohn- und Lebensumfeld ist daher nicht so sicher, wie es sein sollte. Ferner sind sie durch die Befristung in einer besonders schlechten Position, um ihre Mieterrechte auch tatsächlich in Anspruch nehmen zu können.

(Forts.)

Rückfragen & Kontakt:
Arbeiterkammer Wien
Doris Strecker
(+43-1) 501 65-2677, mobil: (+43) 664 845 41 52
doris.strecker@akwien.at
http://wien.arbeiterkammer.at

Link/Quelle:
http://www.ots.at/presseaussendung/OTS_20160603_OTS0017/ak-analyse-starke-preissteigerungen-bei-mieten-in-oesterreich-1?utm_source=2016-06-03&utm_medium=email&utm_content=html&utm_campaign=mailabodigest

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Solidarität mit ROG (Ljubljana)!

ZRV Wien stellt sich solidarisch auf die Seite von ROG im Kampf um den Erhalt ihres sozialen Zentrums in Ljubljana.

Aktuelle Situation: Am 6. Juni konnte ein Räumungsversuch des seit 2006 besetzten autonomen Kulturzentrums abgewehrt werden. Polizei- und Sicherheitskräfte wollten die Fabrik räumen und mit dem Abriss beginnen. Doch es wurde rasch reagiert und hunderte Personen konnten erfolgreich der Gewalt, Räumung und Zerstörung Widerstand entgegensetzen. Barrikaden wurden errichtet und nach ein paar Stunden waren Securites und Polizei von dem Gelände gedrängt. ROG ist jetzt wieder unter Kontrolle der Nutzer_innen. Für die kommenden Tage sind verschiedene Aktionen geplant doch die Situation bleibt unklar. Es ist zumindest bis 14. Juni wichtig viele solidarische Unterstützer_innen vor Ort zu haben.

Haltet euch über soziale Medien am Laufenden:

‪Twitter: #‎OhranimoTovarnoRog‬ ‪#‎NeomejenROGuporabe‬ ‪#‎SupportROG‬

FB Seite für Unterstützung: https://www.facebook.com/ohranimorog/

Hier eine Soli-Erklärung des Recht auf Stadt Netzwerks Wien, der wir uns anschließen: http://rechtaufstadt.at/blog/2016/05/27/solidarity-letter-for-autonomous-center-rog-ljubljana/

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Hetzgassenbahö am Fr. 6. Mai, 14:00

stadt[los] und Mietenwahnsinn stoppen – Wien veranstalten im Namen aller von Verdrängung betroffenen Menschen in der Stadt eine Kundgebung. Gemeinsam möchten wir unsere Solidarität mit den Bewohner*innen der Hetzgasse ausdrücken und erneut unseren Unmut über die städtische kapitalistische Wohnbaupolitik äußern.

mehr Infos:
https://www.facebook.com/events/202588516800158/

LEERSTAND ZUGÄNGLICH MACHEN!
LEISTBAREN WOHNRAUM ERHALTEN!
PROFITMAXIMIERUNG BEKÄMPFEN!

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Solidarität mit der Friedel54!

Update:
Aktuell laufen Verhandlungen mit den Eigentümer_innen. Da der Ausgang dieser Verhandlungen jedoch noch völlig offen ist, besteht momentan leider noch kein Grund zur Entwarnung. Auch deshalb rufen wir weiterhin zur Teilnahme an der „United Neighbours“-Demo am 30.04. um 16.30 Uhr am U-Bhf. Osloer Straße (Vortreffpunkt 15.00 Uhr Hermannplatz), als auch zu unserer Kundgebung gegen die Kündigung um 18.30 Uhr am Reuterplatz auf. Einen Tag später (01.05.) treffen wir uns um 18.00 Uhr am Oranienplatz im antiautoritären Block „Selber machen“.

mehr: https://friedel54.noblogs.org/post/2016/04/26/update-zur-aktuellen-situation/

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Am Samstag, 19.3.2016 findet um 11 Uhr die Demo Friedel54 bleibt! statt.
Mit den Hausbewohner*innen und den Projekten in der Friedel54 erklären wir uns ausdrücklich solidarisch und rufen zur gemeinsamen Unterstützung auf ihrer Demo auf!

Hintergrund:
“Keine Verdrängung durch die ‘Citec Immo Invest GmbH’!
Friedel54 bleibt! Das Haus in die Hände der Bewohner*innen und Nutzer*innen!

Das soziale Zentrum in der Friedelstraße 54 in Berlin-Neukölln besteht seit knapp 12 Jahren und beherbergt über 15 Initiativen und Gruppen, die den Raum gemeinsam gestalten und verwalten. Es gibt Diskussionsveranstaltungen, Vorträge, Essen und Trinken gegen Spende, eine Siebdruckerei, Infomaterialien und einen Umsonstladen.

Ende Oktober vergangenen Jahres wurde dem Kiezladen per Gerichtsvollzieher die Kündigung zum 30. April 2016 zugestellt. Damit bestieg die Wiener Eigentümerfirma „Citec Immo Invest GmbH“ die nächste Stufe der Eskalation im Konflikt mit den Bewohner*innen und Nutzer*innen des Hauses. Diese wehren sich seit über 1,5 Jahren gegen ungewollte Modernisierungen, daraus resultierenden Mieterhöhungen von bis zu 200% und das schikanöse und respektlose Verhalten der Eigentümer. Ähnliches erleben zur Zeit viele in Berlin und anderen Städten. Die ‘Citec’ ist kein Einzelfall, sondern bestätigt die Regel des kalten kapitalistischen Alltags auf dem Wohnungsmarkt.

Immer mehr Menschen haben die Schnauze voll davon, in ihrem elementarsten Bereich – dem eigenen Wohn- und Lebensraum – angegriffen zu werden und hinnehmen zu müssen, dass Andere aufgrund abstrakter Besitzverhältnisse entscheiden können, wo und wie sie leben sollen. Sie haben die Schnauze voll davon, dass ihr Wohnraum eine Ware ist.

Häuser sollten von ihren Bewohner*innen und Nutzer*innen selbst verwaltet werden. Deswegen fordern wir die Übergabe des Hauses an die Bewohner*innen & Nutzer*innen, in einer Weise, die weder Mieterhöhungen noch den Verlust der eigenen vier Wände nach sich zieht. Wir sind in Wien, um die ‘Citec Immo Invest’ zur Kommunikation zu zwingen, die sie uns bewusst verweigert, sowie um wütende Grüße aus anderen ‘Citec’-Häusern in Berlin auszurichten.

In Berlin ist die Solidarität mit der Friedel54 groß. Nun bitten wir euch in Wien um tatkräftige Unterstützung. Kommt zur Demo und haltet den Druck auf unsere Eigentümer hoch! Die Forderung auf ein ‘Recht auf Stadt’ ist universell und kein lokalpatriotisches Geschwafel. Auch deshalb werden wir uns im Anschluss unserer Versammlung an der Demonstration gegen die Asylgesetzesverschärfung „Flüchtlinge Willkommen! Nein zur Festung Europa!“ beteiligen. Denn wer für ein selbstbestimmtes Zusammenleben und für die Stadt von Unten streitet, darf weder von Lagern, noch von Abschottung schweigen.

Renditeobjekte zu Risikokapital!
Rebellische Nachbarschaftsstrukturen stärken!
Für solidarische Städte von Unten!

Blog: friedel54.noblogs.org
Facebook: Kiezladen Friedel54
Twitter: kiezladen_f54”

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ZRV ist solidarisch mit mo.ë und ruft zur Kundgebung am Do. 3.3.2016 BG Hernals!

1. mo.ë Gerichtstermin – solidarisch begleiten

Freund_innen des mo.ë laden ein zum gemeinsamen solidarischen Begleiten. Gemeinsam ist es bei einem Gerichtstermin nicht so mühsam. Wir wollen uns vorab vor dem Gericht treffen, die mo.ë Leute begleiten und uns den Prozess anhören/anschauen. #moebleibt (facebook.com/hashtag/moebleibt) #kulturraum (facebook.com/hashtag/kulturraum9) #istnoetig (facebook.com/hashtag/istnoetig)

1. Gerichtstermin
VESTWERK vs. mo.ë
Loftenbau vs. Kulturraum

WANN: 3. März 2016 11:30 – 11:40
WO: Bezirksgericht Hernals
Kalvarienberggasse 31 1170 Wien

TREFFPUNKT zur UNTERSTÜTZUNG des mo.ë 11:00 vor dem Bezirksgericht

“Es gilt, sich einem Prozess zu widersetzen, der als unaufhaltsam dargestellt wird.”

aktuelle infos findet ihr immer unter moe-vienna.org

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Di. 16.Feb. 19Uhr Filmpräsentation “MIETEN STOPP”

Filmvorführung Di. 16.Februar um 19 Uhr
im Café Prosa Sparkassaplatz 3 1150 Wien

Alte Häuser der Stadt verfallen während andere Häuser derartig saniert werden, dass die Mieten aufs Doppelte emporschießen. Parks und Bäume werden abgerissen um teuren Eigentumswohnungen Platz zu machen. Gleichzeitig verlieren Altmieterinnen und Altmieter ihre Verträge und sollen auf die Straße gesetzt werden.
All das passiert nicht nur in Berlin, sondern auch in Wien. Allerdings regt sich Widerstand dagegen. Die Leute fangen an sich zu organisieren, sich zwischen den einzelnen Kiezen (Grätzeln) zu vernetzen, und planen eine große Demo­nstration unter dem Motto “MIETENSTOPP”.
Ohne Politiker_innen, ohne Anführer_innen und ohne Parteien.

Eine 87­minütige Liebesbekundung an die Widerständigkeit der einfachen Leut’ in Berlin!

FLYER-WEB-ZRV_Film_022016_04MiddleResVers02

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Solidaritätserklärung mit der Besetzung im Hörndlwald

Solidaritätserklärung mit der Besetzung im Hörndlwald

Aus dem Grundbedürfnis Wohnen wird Profit geschlagen. Dass Mieten stark steigen ist deshalb kein Zufall oder Unfall, sondern entspricht der Logik des Wohnungsmarktes und ist Ziel von Eigentümer_innen und Immobilienfirmen. Immer mehr Menschen haben Probleme, die hohen Mieten zu bezahlen – denn Löhne und Sozialleistungen steigen natürlich nicht. 7 Delogierungen pro Tag alleine in Wien sprechen eine deutliche Sprache. Doch sind es nicht nur ausstehende Mietzahlungen, die zu Räumungen führen. Eigentümer_innen sind erfinderisch und konstruieren Gründe, um Altmieter_innen aus dem Haus zu drängen. Denn ihr geringerer Mietzins steht der Profitmaximierung im Wege. Nur über die “Bestandsfreimachung”, der Produktion von Leerstand, lässt sich nach erfolgreicher (Luxus-)sanierung teuer vermieten oder verkaufen.
Damit zeigt auch Leerstand sehr deutlich: Die Möglichkeit Raum zu nutzen ist sehr ungleich verteilt – am Wohnungsmarkt ist Profit die Zielgröße und nicht guter Wohnraum für alle.
Dieser strukturelle Ausschluss von all jenen, die nicht die erforderte Geldsumme aufbringen oder die richtigen Papiere haben, muss beendet werden. Die Besetzung von leerstehenden Gebäuden ist eine von vielen sinnvollen Möglichkeiten, Wohnraum für all jene zu öffnen, die ihn brauchen.
Denn Veränderungen gibt es nur dann, wenn ganz bewusst mit Eigentumslogiken gebrochen wird und die Bedürfnisse von Menschen an erste Stelle gesetzt werden.
Deshalb unterstützen wir solidarisch die Öffnung des Geländes durch die Besetzer_innen des Hörndlwaldes.

Zwangsräumungen verhindern!
Die Häuser denen, die drin wohnen!

Die Gruppe Zwangsräumungen verhindern Wien

Mehr informationen zu der Besetzung gibt es auf: http://evora.noblogs.org/

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Di. 20. Okt. 16.30Uhr : Stadtspaziergang – „Aufwertung“, Verdrängung und Spekulation im 15ten

Di. 20. Okt. 16.30Uhr : Stadtspaziergang – „Aufwertung“, Verdrängung und Spekulation im 15ten

Treffpunkt am Westbahnhof UBahn-Aufgang äußere Mariahilferstr.

Bei der Anfangsstation im Bahnhofsviertel informieren wir uns über die aktuelle Situation der Flüchtenden und die Verdrängung von Sexarbeit*erinnen in dieser Gegend. Auf weiteren Stationen beschäftigen wir uns mit Leerstand, Spekulation am Wohnungsmarkt und Strategien der sog. „Aufwertung“ im 15. Bezirk.
Genauso entdecken wir auch Orte von historischen Miete*rinnenkämpfen und aktuellen politischen Initiativen. Den Abschluss des Stadtspaziergangs bietet das Café Prosa, wo bei Snacks und Getränken diskutiert werden kann, wie Verdrängungsprozesse und Delogierungen gestoppt werden können und wohin sich das Grätzel entwickeln soll.

StadtspaziergangA5-1_web

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